Bei der Ernährungslehre der TCM dreht sich alles um unsere Lebensenergie „Qi“.

Der Schlüssel zur Gesundheit ist dabei eine ausgewogene Nahrung. Sie ist eine Lehre der Wandlungen: Alles ist ständig im Wandel und alles ist mit allem verbunden. Nichts bleibt wie es ist. Jeder Reifeprozess, z.B. ein Menschenleben oder der Jahreslauf, durchläuft immer die gleichen Phasen: es entwickelt sich (Holz), es erreicht seine volle Kraft (Feuer), das Erreichte setzt sich (Erde), alles zieht sich nach innen zurück (Metall) und bewahrt dann die Essenzen (Wasser). Auch die Körperorgane sind untereinander energetisch verbunden. Liegt in einem Organkreisbezug eine Störung vor, hat der gesamte Körper eine „Betriebsstörung“. Das Qi muss wieder zum freien Fließen gebracht werden.

Jedes Lebensmittel wird aufgrund seiner Geschmacksrichtung (sauer, bitter,süß,scharf,salzig) und seiner Zubereitungsart einem der Elemente zugeordnet.

Um alle Organe gut zu versorgen, sollten daher alle Elemente in jeder Mahlzeit ausgewogen vorkommen, denn jedes Lebensmittel hat einen bestimmten Geschmack, der einen Bezug zu einer der fünf Wandlungsphasen herstellt. Leber und Galle mögen das Saure (Holz), Herz und Dünndarm das Bittere (Feuer), Milz und Magen das Süße (Erde), Lunge und Dickdarm lieben das Scharfe ( Metall) und Niere und Blase wollen das Salzige. Zuständig für das Verteilen an alle Organe ist die Milz, denn sie sortiert die Energien. Daher muss die Mitte ( Magen und Milz) immer gestärkt werden.

Ein weiteres Kriterium der Fünf Elemente Ernährung ist das energetische Verhalten eines Lebensmittels. Für die heilsame Wirkung ist dieses Temperaturverhalten (heiß-warm-neutral-kühl-kalt) vorrangig entscheidend. Neben dem Einsatz entsprechender Lebensmittel ist es auch möglich, über deren Verarbeitung auf das Temperaturverhalten Einfluss zu nehmen, indem man entsprechende küchentechnische Verfahren und Maßnahmen anwendet. Ein Lebensmittel wirkt z.B. deutlich kälter durch Einlegen in Salz oder durch Einfrieren und deutlich heißer durch Grillen, Frittieren oder Braten.

Außerdem untersucht man die Wirkrichtung eines Nahrungsmittels, d.h. man prüft, wohin das Lebensmittel wirkt ( nach innen, unten, verteilend, nach oben oder außen).



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